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03 | 09 | 2010
Bürgerinitiative Stade - Altes Land
Energieziel 2050: 100% Strom aus erneuerbaren Quellen Drucken E-Mail
Montag, 09. August 2010 um 21:01

Anfang Juli hat auch das Umweltbundesamt (UBA) eine Studie unter dem Titel "Energieziel 2050: 100% Strom aus erneuerbaren Quellen" veröffentlicht, wonach die vollständige Stromversorgung aus erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2050 technisch (und ökologisch vertretbar) möglich ist. Analysiert wurden darin neben der stundenweisen Simulation die Last- und Erzeugungsgradienten, die Flexibilität von Reservekraftwerken und der Elektrolyse sowie Regelleistungsbedarf und -bereitstellung. Pumpspeicherwerke, GuD-Kraftwerke auf Basis von eE-Wasserstoff und eE-Methan, mit Biogas betriebene Gasturbinen, Elektrolyseanlagen zur Wasserstofferzeugung und regelbare Lasten können jederzeit die Fluktuationen der Erneuerbaren und der Last ausgleichen sowie ausreichend Regelleistung bereitstellen.

Voraussetzung sei aber ein erheblicher Ausbau der Reservekapazitäten und eine völlig neue Infrastruktur zur Stromspeicherung, so das Fazit der Studie, die vom Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) im Auftrag des Umweltbundesamtes erstellt wurde.
 
Die Studie findet sich auf den Internetseiten des UBA unter: http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3997.pdf

Sehr interessant sind etwa die Handlungsempfehlungen. Danach ergeben sich für die 100%ige Stromversorgung aus Erneuerbaren Energien bis 2050 bereits heute Anforderungen an den konventionellen Kraftwerkspark. Diese sind lt UBA (siehe S. 183ff.):

  • Kein weiterer Neubau von Kohlekraftwerken
  • Hochflexible Gaskraftwerke für den Übergangszeitraum
  • Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung
  • Keine Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke

 
Deutschland kann bald Strombedarf komplett decken Drucken E-Mail
Montag, 09. August 2010 um 20:50

Hamburger Abendblatt vom 7. August 2010
Von Olaf Preuss

Auf unangenehme Weise erinnert dieser Sommer daran, dass Benzin nicht von der Tankstelle kommt und Strom nicht aus der Steckdose. Im Golf von Mexiko verursachte der Energiekonzern BP die bislang größte Ölpest. In Russland drohen gigantische Waldbrände auch Gebiete zu erreichen, die 1986 durch die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl verseucht worden waren. Flammen und Asche könnten den verseuchten Boden in die Luft tragen und eine neue radioaktive Wolke verursachen, fürchten Experten.

Großkatastrophen, aber auch der fortschreitende Klimawandel gemahnen daran, dass eine wachsende Weltbevölkerung eine andere Art der Energieversorgung braucht - weniger klimarelevant und weniger umweltschädlich.

Aktualisiert ( Mittwoch, 11. August 2010 um 20:49 )
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Quecksilberemissionen werden nach EU-Recht zu Licht-Aus-Kriterium für neue Kohlekraftwerke Drucken E-Mail
Freitag, 18. Juni 2010 um 08:14

Pressemitteilung der Deutschen Umwelthilfe vom 17.06.2010

Deutsche Umwelthilfe legt Genehmigungsbehörden in Schleswig-Holstein neues Rechtsgutachten vor – Genehmigungen für neue Anlagen in Zukunft praktisch unmöglich – DUH-Bundesgeschäftsführer Rainer Baake: "Investoren gehen hohes rechtliches und ökonomisches Risiko ein"

Der geplante Bau zweier Kohlekraftwerke am Standort Brunsbüttel ist wegen der mit ihrem Betrieb verbundenen Quecksilberbelastungen von Elbe und Nordsee auf Grund europarechtlicher Vorgaben nicht genehmigungsfähig. Das ist die Schlussfolgerung der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH) aus einem von ihr beauftragten Rechtsgutachten, das jetzt den Genehmigungsbehörden in Schleswig-Holstein vorgelegt wurde.
Mit Steinkohle befeuerte Kraftwerksblöcke der in Brunsbüttel geplanten Größenordnung leiten, trotz der so genannten Rauchgaswäsche, mit dem Abwasser pro Jahr und Block bis zu 10 Kilogramm Quecksilber in die umgebenden Gewässer. Dieser "Quecksilberschlupf" kann trotz der heute verfügbaren Filtertechnik nicht zurückgehalten werden. Darüber hinaus kommt es über die Schornsteine zu Quecksilberemissionen von mehr als 300 Kilogramm pro Kohleblock und Jahr in die Atmosphäre.
Aktualisiert ( Freitag, 18. Juni 2010 um 08:20 )
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Niedersachsen kann mehr ... Kohlekraftwerke nicht ertragen Drucken E-Mail
Mittwoch, 16. Juni 2010 um 21:25


Proteste vor niedersächsischen Landesparteitag der SPD gegen den Bau neuer Kohlekraftwerke

demo_spd_parteitagMit Gift-Fässern, die den enormen Ausstoß an Schadstoffen des Klimakillers Kohle symbolisch zeigen, hat ein breites Bündnis aus Bürgern, Umweltaktivisten, Kirchenvertretern und der Klima-Allianz heute vor dem Landesparteitag der niedersächsischen SPD in Stade gegen den Bau neuer Kohlekraftwerke demonstriert. Die SPD in Stade, allen voran Bürgermeister Rieckhof, gilt als treibende Kraft für den Ausbau von Kohlekraftwerken.

"Während die SPD auf Bundesebene vollmundig den Klimaschutz propagiert, will die SPD in Stade ohne jegliche Bedingungen den Bau neuer klimaschädlicher Kohlekraftwerke, selbst wenn sie keine Kraft-Wärme Koppelung haben und somit gerade mal einen Wirkungsgrad von max. 46% erreichen", kritisiert Ingrid Meyer-Schmeling von der Bürgerinitiative Stade-Altes Land. "Wir sagen: der Klimaschutz muss hier vor Ort anfangen, denn nur so können die notwendigen CO2-Reduktionen auch erreicht werden."

Aktualisiert ( Mittwoch, 16. Juni 2010 um 21:38 )
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DUH und BUND klagen gegen Bebauungsplan für Kohlekraftwerk in Brunsbüttel Drucken E-Mail
Freitag, 07. Mai 2010 um 11:19

Gemeinsame Pressemitteilung der Deutschen Umwelthilfe und des BUND vom 7.5.2010

Deutsche Umwelthilfe, BUND und Privatperson reichen Klageantrag gegen Bebauungsplan für Steinkohlekraftwerk an der Elbe ein - Plan verstößt gegen europäische und nationale Umwelt- und Gesundheitsschutzvorgaben - Realisierung des Kohlekraftwerks energie- und klimapolitisch unverantwortlich und baurechtlich höchst zweifelhaft.

Berlin/Kiel/Brunsbüttel, 7. Mai 2010: Die Deutsche Umwelthilfe e.V (DUH) und der Landesverband Schleswig-Holstein des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sowie ein Anwohner aus Brunsbüttel haben als Klagegemeinschaft heute beim Oberverwaltungsgericht Schleswig-Holstein den Antrag auf Normenkontrolle gegen den Bebauungsplan Nr. 55 "Kohlekraftwerk nördlich des Elbehafens" der Stadt Brunsbüttel eingereicht. Der Bebauungsplan soll die Grundlage für die Ansiedlung des geplanten Steinkohlekraftwerks von GDF SUEZ auf dem Gelände nördlich des Elbehafens sein. Mit dem Normenkontrollantrag wird die planungsrechtliche Grundlage für das 800 MW-Kraftwerk angegriffen.
Aktualisiert ( Freitag, 07. Mai 2010 um 11:23 )
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