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08 | 09 | 2010
Bürgerinitiative Stade - Altes Land
Umweltbundesamt: Kein Neubau von Kohlekraftwerken erforderlich! Drucken E-Mail
Dienstag, 29. September 2009 um 18:01
uba_logo Die Stromversorgung ist sicher - trotz Atomausstiegs und ohne in den nächsten Jahren zusätzliche fossile Kraftwerke ohne Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) bauen zu müssen. Das ist Ergebnis der aktuellen Studie "Klimaschutz und Versorgungssicherheit" des Umweltbundesamtes (UBA). Vor allem besteht kein Bedarf an zusätzlichen Grundlastkraftwerken. Das gilt selbst unter konservativen Annahmen zum Ausbau der erneuerbaren Energien und der KWK sowie zur Entwicklung des Stromverbrauchs in den nächsten Jahren. Um neben der Versorgungssicherheit auch die langfristigen Klimaschutzziele zu erreichen, muss sich die Stromversorgung grundlegend wandeln. Zentrale Elemente sind neben dem Atomausstieg: mehr erneuerbare Energien, weniger Stromverbrauch durch mehr Effizienz, der Ausbau der KWK und eine Verlagerung hin zu weniger CO2-intensiven Brennstoffen wie Gas. Erneuerbare Energien müssen langfristig den überwiegenden Teil des Stroms erzeugen. Die Potentiale hierfür sind sowohl in Deutschland als auch weltweit vorhanden.

pdf Sie können hier die Studie in der Kurzfassung herunterladen.

pdfSie können hier die Studie in der Langfassung herunterladen.
Aktualisiert ( Dienstag, 29. September 2009 um 18:28 )
 
Über 50 Wirtschaftswissenschaftler/innen warnen vor dem Finanz- und Klimarisiko Kohlekraft Drucken E-Mail
Dienstag, 22. September 2009 um 17:20

foes_logoIn einer gemeinsamen Erklärung warnen über 50 Wirtschaftswissenschaftler/innen vor den finanziellen und klimapolitischen Risiken neuer Kohlekraftwerke in Deutschland.

Anlass gibt der geplante Neubau von 29 kon­ventionellen Stein- und Braun­kohle­kraft­werken in Deutschland. Investitionen in neue Kohlekraftwerke sind derzeit nicht nur aus klimapolitischen Gründen sehr umstritten, sondern auch aus wirtschaftlichen. In der Erklärung werden die in zahlreichen Studien belegten betriebs- und volkswirtschaftlichen Nachteile des Ausbaus der Kohlekraft zusammengefasst.

pdf  Den vollständigen Text der Erklärung können Sie hier herunterladen.

Hier gelangen Sie zur Website der FÖS (Forum ökologisch-soziale Marktwirtschaft)

Aktualisiert ( Dienstag, 29. September 2009 um 18:41 )
 
Risikoprojekt Kohlekraftwerk Drucken E-Mail
Dienstag, 08. September 2009 um 18:21
DattelnJubel für alle Klimafreunde: Das Urteil des OVG Münster, den Bebauungsplan der bereits im Bau befindlichen Steinkohle-Monoblockanlage in der Stadt Datteln für unwirksam zu erklären, schafft einen Präzedenzfall von bundesweiter Bedeutung.

Denn hier hat sich ein Gericht im Zusammenhang mit der kommunalen Bauleitplanung für Kohlekraftwerke wahrscheinlich erstmals ernsthaft mit dem globalen (!!) Klimaschutz beschäftigt. Jedenfalls in der NRW-Landesplanung hat es verpflichtende Anknüpfungspunkte gesehen, dem Klimaschutz sowie der Energieeffiziens im Rahmen der Bauleitplanung für neue Großkraftwerke einen hohen Stellenwert geben zu müssen.

Das Gericht hat außerdem gerügt, dass die Stadt Datteln - völlig pauschal - die wirtschaftlichen Interessen von E.ON und die eigenen als Kraftwerksstandort gesehen hat, diese aber im Rahmen einer Abwägung nicht in das Verhältnis zum Schutz der umliegenden Wohnbevölkerung und von Natur und Landschaft gestellt hat.

Die Parallelitäten mit Stade sind also groß !!!

Jürgen Maier, Geschäftsführer des Forums für Umwelt und Entwicklung und Mitglied des Sprecherrates der Klima-Allianz, appelliert daher an die Kommunen, in denen ebenfalls Kraftwerke gebaut werden sollen, sich gut zu überlegen, ob sie Energiekonzernen einen Freischein zum Bau von Kohlekraftwerken erteilen wollen. "Die finanziellen Risiken tragen eben nicht nur die Energiekonzerne, sondern auch die Kommunen, wenn Kraftwerksbauten gestoppt werden müssen oder Planungen scheitern. Wenn eine Kommune erst einmal grünes Licht gegeben hat, steht sie vor der Entscheidung: Schaden wir unserer Bevölkerung mit dem Emissionen, oder verwenden wir ihre Steuergelder, um die Konzerne zu entschädigen?"

Herr Rieckhof, stoppen Sie den Kohlekraftwerkwahnsinn in Stade bevor es zu spät ist.

Aktualisiert ( Dienstag, 08. September 2009 um 19:03 )
 
Bürgermeister lenkt im Streit um BI-Stände ein Drucken E-Mail
Montag, 24. August 2009 um 00:00
Nach heftigen Protest hat der Stader Bürgermeister Andreas Rieckhof nun eingelenkt und akzeptiert, dass die Bürgerinitiative auch während des Bundestagswahlkampfs Samstags in der Stader Fußgängerzone stehen darf.
Zwar wurde nur ein Stand am Fischmarkt zugelassen, da die zentraleren Plätze weiterhin den Parteien vorbehalten bleiben. Aber wenigstens kann die Bürgerinitiative nun doch die Bürgerinnen und Bürger informieren.

Ursprünglich hatte das Ordnungsamt einen Stand der BI während des Wahlkampfs komplett untersagt. Angeblich weil nicht genug Platz für unseren kleine Tisch in der Stadt wäre.
Aktualisiert ( Montag, 24. August 2009 um 21:04 )
 
Der Bürgermeister hört lieber auf die Industrie als auf die Bürger und Bürgerinnen Drucken E-Mail
Montag, 17. August 2009 um 07:40
Luftbild EonAnfang Mai hatten die Bürgerinitiativen Stade - Altes Land, Bützfleth und Haseldorfer Marsch zusammen mit dem Landesverband Niedersachsen des BUND die Aufstellung eines Bebauungsplans für das Gelände des geplanten E.on-Kohlekraftwerks gefordert. Dieser Antrag wurde im Juni mit einem Schreiben des Bürgermeisters lapidar abgelehnt, da er hierfür "keine Erfordernis" sah.

Nicht nur die juristischen Bedenken der BIs und des BUND wurden damit ignoriert. Die Stadt Stade verzichtete damit auch völlig ohne Not auf jeglichen Einfluss auf das Bauvorhaben. Den hat eine Kommune nur mit einem gültigen Bebauungsplan.

Nun die Kehrtwende beim Bürgermeister und bei den Stader Ratsfraktionen: E.on stellte letzte Woche exakt den gleichen Antrag auf Erstellung eines Bebauungsplans (u.a. auch wegen juristischer Bedenken !!!) und plötzlich rufen allle laut "Hurra" und sind einhellig begeistert.

Die Worte der Bürgerinnen und Bürger zuvor wurden ignoriert, den Worten der Industrie folgt man aber natürlich sofort. Das zeigt wie wichtig unsere Volksvertreter ihr Volk noch nehmen...

Sie können hier die Pressemitteilung der Bürgerinitiativen und der Kreisgruppe Stade des BUND als pdf-Dokument herunterladen.
Aktualisiert ( Dienstag, 18. August 2009 um 19:05 )
 
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