| GdF Suez gibt auf !!! |
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| Montag, 01. Februar 2010 um 14:59 |
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GdF Suez gibt auf ! Das Energieunternehmen GdF Suez, vormals Electrabel, wird in Stade kein Kohlekraftwerk bauen. GdF Suez hat in einem Brief an den Stader Bürgermeister bekannt gegeben, dass es seine Pläne für ein Kohlekraftwerk in Stade zurückzieht. GDF-Suez nennt drei wesentliche Gründe für diese Entscheidung: 1. Die Unsicherheiten, die sich aus dem Schallrahmenplan ergeben, der notwendig wurde, nachdem das OVG Lüneburg dem Eilantrag Normenkontrollklage der BI Bützfleth stattgab. 2. Die nahezu unlösbaren Probleme für die wasserrechtliche Genehmigung hinsichtlich der geplanten Einleitung des Kühlwassers in die Elbe und die daraus entstehende Problematik mit der geschützen Heringsart "Finte". 3. Die derzeitigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die möglichen Laufzeitverlängerungen für Kernkraftwerke. Die Bürgerinitiative Stade – Altes Land begrüßt die Entscheidung von GdF Suez, vormals Electrabel, ihre Pläne zum Bau eines Kohlekraftwerks in Stade-Bützfleth aufzugeben.Dies ist eine sehr gute Nachricht für die Bürgerinnen und Bürger von Stade und Umgebung, für unsere Umwelt und auch für unser Klima. Den Bürgern bleibt neben der Lärmbelästigung die Emission von u.a. jährlich ca. 500 kg hochgiftigem Quecksilber und 200 t Feinstaub erspart, und die Atmosphäre wird mit 4,5 Millionen Tonnen CO2 weniger pro Jahr belastet. Die Bürgerinitiative Stade – Altes Land weist aber darauf hin, dass hier keineswegs die ökologische Vernunft oder gar die Verantwortung gegenüber dem Wohl von Mensch und Natur gesiegt hat. Die Entscheidung ist letztlich nur die Konsequenz eines Schallrahmenplans, der schlicht kein Kraftwerk zulässt und somit die Folge der erfolgreichen Klage der Bützflether Bürgerinitiative. Ohne den Kampf der Bürgerinnen und Bürger gegen dieses Kraftwerk würde das Kohlekraftwerk aber wahrscheinlich schon seit 1,5 Jahren gebaut. Und nicht der Stadtrat mit den Vertretern von CDU, SPD und FDP und auch nicht der Bürgermeister haben hier die berechtigten und rechtmäßigen (!) Interessen der Bürgerinnen und Bürger vertreten, sondern nur die Bürger selbst. Die Politik hat die Bürger im Stich gelassen. Opportunistisch wenn sich nun alle hinstellen und verkünden, dass sie froh sind, dass das Kraftwerk nicht kommt. Und feige, dass sich vorher niemand getraut hat dies offen auszusprechen, weder gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern noch gegenüber dem Investor. In der Freude darüber, dass GdF Suez sein Kraftwerk nicht bauen wird, darf nicht vergessen werden, dass zwei weitere Kohlekraftwerke in Stade geplant sind und beide Betreiber ausdrücklich bestätigt haben an den Plänen festhalten zu wollen. Die Dow plant weiterhin ein Kohlekraftwerk (neben einem bereits im Bau befindlichen Gaskraftwerk) in der gleichen Größenordnung, wie das von GdF Suez aufgegebene. Die von diesem Kraftwerk erzeugte Energie würde weit über den Eigenbedarf von Dow hinausgehen und somit schlicht Strom für den Markt produzieren, wie jedes andere Kraftwerk auch. Das von E.on geplante Kohlekraftwerk ist sogar noch mal um ca. 40% größer als das von GdF Suez geplante. Beide Kraftwerke zusammen würden jährlich u.a. über 11 Millionen Tonnen CO2, 1200 kg Quecksilber, über 400 Tonnen Feinstaub und fast 5 Tonnen Blei emittieren. Die Bürgerinitiative Stade – Altes Land wird daher weiterhin dafür kämpfen, dass der Kohle-Irrsinn in Stade nicht realisiert wird, und dass letztlich doch die Erkenntnis siegt, dass unsere Zukunft moderne und nachhaltige Energiekonzepte benötigt. Auch in Stade. |
| Aktualisiert ( Dienstag, 02. Februar 2010 um 09:32 ) |

